Evolution Rechtsstreit gegen Playtech: Anhörung im November

Evolution scheitert vorerst damit, Playtech als Beklagten in seine New-Jersey-Verleumdungsklage aufzunehmen – Richter Porto lehnte den Antrag im Juni 2026 aus verfahrensrechtlichen Gründen ab. Die nächste entscheidende Anhörung ist für Mitte November angesetzt. Alle Details zu diesem Fall finden Sie in unseren Casino Nachrichten.

 

Der Black-Cube-Bericht von 2021 bleibt der Kern des Streits

Im Mittelpunkt des Rechtsstreits steht ein Bericht, den die private Geheimdienstfirma Black Cube im Jahr 2021 erstellte. Laut Gerichtsunterlagen soll eine Playtech-Tochtergesellschaft Black Cube damit beauftragt haben, Evolutions Geschäftspraktiken zu untersuchen. Das Ergebnis war ein sogenannter „prohibited markets report“.

Evolution wertet dieses Dokument als gezielte Rufschädigung: Der Bericht soll eine verdeckte Kampagne gewesen sein, die Evolutions Wettbewerbsposition in Nordamerika gezielt untergraben sollte. Playtech weist diese Darstellung zurück und bestreitet, für eine koordinierte Schädigungskampagne verantwortlich zu sein.

Solange die genaue Auftraggeberschaft nicht vollständig gerichtlich belegt ist, bleibt dieser Punkt prozessual offen.

Gericht lehnt Aufnahme von Playtech in die New-Jersey-Klage zunächst ab

Anfang Juni 2026 wies Richter John C. Porto am Superior Court of New Jersey in Atlantic County Evolutions Antrag zurück, Playtech als zusätzlichen Beklagten in die laufende Verleumdungsklage aufzunehmen. Evolution hatte den Antrag im April 2026 gestellt und dabei eine zweite geänderte Klageschrift eingereicht.

Die Ablehnung erfolgte aus verfahrensrechtlichen Gründen und ausdrücklich „without prejudice“. Das bedeutet: Playtech ist nicht endgültig aus dem Verfahren ausgeschieden. Evolution kann den Antrag unter geänderten Voraussetzungen erneut stellen.

Der nächste entscheidende Termin ist für Mitte November 2026 angesetzt. Bis dahin bleiben mehrere Discovery-Fragen offen, darunter Transkripte aus früheren Kommunikationen mit der New Jersey Division of Gaming Enforcement.

Welche DGE-Unterlagen und Discovery-Streitigkeiten bis November offen bleiben

Richter Porto hat Evolution zusätzliche Transkripte und Aufzeichnungen aus früheren Kommunikationen mit der New Jersey Division of Gaming Enforcement (DGE) zugestanden. Diese Unterlagen betreffen eine frühere DGE-Untersuchung, die ohne weitere Maßnahmen abgeschlossen wurde und in der Playtechs Name eine Rolle spielte.

Gleichzeitig zog das Gericht klare Grenzen: Weitere Aufnahmen außerhalb der DGE-Untersuchung sowie zusätzliche Discovery zu Black Cubes anderen verdeckten Operationen lehnte Porto ab. Für die offenen Discovery-Streitigkeiten hat das Gericht den pensionierten US-Bezirksrichter Robert B. Kugler als Special Adjudicator eingesetzt. Sein Honorar beträgt 900 US-Dollar pro Stunde.

Was die November-Anhörung für Evolution und Playtech entscheiden könnte

Mitte November entscheidet sich, ob Evolution einen neuen Anlauf nehmen kann, Playtech als Beklagten in die New-Jersey-Klage aufzunehmen.

Richter Porto könnte Evolution grünes Licht geben, einen überarbeiteten Antrag einzureichen – diesmal ohne die prozessualen Mängel, die zur Juni-Ablehnung geführt haben. Alternativ bleibt Playtech vorerst außen vor, während der Fall gegen Black Cube weiterläuft.

Entscheidend ist auch, wie weit Special Adjudicator Robert B. Kugler die offenen Discovery-Streitigkeiten bis dahin gelöst hat. Sein Honorar von 900 US-Dollar pro Stunde verdeutlicht, wie komplex das Verfahren inzwischen ist. Die November-Anhörung dürfte die Weichen für die nächste Prozessphase stellen.

Neue Casinos Autor Nils

Nils

Autor

Nils

Autor

Seit seiner Kindheit hat Nils gerne gelesen und selbst Texte geschrieben. Nach jahrelanger Unschlüssigkeit, was den späteren Beruf angeht, führte währ...

Weitere Artikel von Nils

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar