VNLOK-Vorsitzender Björn Fuchs warnte offen: Ein pauschales Werbeverbot würde den lizenzierten Markt „lahmlegen“. Sein Kernargument ist nachvollziehbar: Ohne Werbung verlieren regulierte Anbieter Sichtbarkeit, während international lizenzierte Anbieter außerhalb der niederländischen Aufsicht weiter erreichbar bleiben.
Genau hier liegt der zentrale Zielkonflikt. Strengere Werberegeln sollen Spieler schützen, können aber die Marktkonzentration zugunsten nicht niederländisch lizenzierter Plattformen verschieben. Die Kansspelautoriteit steht damit vor einer schwierigen Abwägung zwischen Verbraucherschutz und effektiver Marktkanalisierung.
Die Ablehnung des pauschalen Werbeverbots bedeutet keine Entwarnung für die niederländische Glücksspielbranche. Ein engeres Verbot speziell für Online-Werbung bleibt politisch offen und könnte in den kommenden Wochen erneut auf die Tagesordnung kommen. Parallel dazu steht die Frage einer Anhebung des Mindestalters auf 21 Jahre im Raum. Die niederländische Glücksspielsteuer bleibt ebenfalls ein offener Diskussionspunkt.
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