Michel Groothuizen, Vorsitzender der niederländischen Glücksspielaufsicht KSA, begrüßt die Zusammenarbeit mit Google ausdrücklich. Gleichzeitig lässt er keinen Zweifel daran, dass freiwillige Kooperation allein nicht ausreicht.
Seine Kernthese ist direkt: Plattformen wie Google und Meta verdienen an Glücksspielwerbung. Werbebeschränkungen freiwillig einzuführen widerspricht ihrem Geschäftsmodell. Groothuizen formulierte es so: „Voluntarily giving this up or imposing substantial restrictions on themselves goes squarely against their business model.“
Daraus zieht er eine klare Konsequenz. Sollte die Kooperation nicht die gewünschten Ergebnisse liefern, will die KSA rechtliche Schritte einleiten. Als Grundlagen nennt er das niederländische Recht sowie den Digital Services Act (DSA) der EU.
Hier sollten Sie jedoch die Grenzen realistisch einschätzen: Verfahren dieser Art können laut Groothuizen bis zu fünf Jahre dauern. Zudem liegt die DSA-Durchsetzung institutionell eher bei der Europäischen Kommission als bei nationalen Behörden. Die KSA kann Druck aufbauen, aber keine EU-weite Sanktion allein durchsetzen. Das schwächt die Drohkulisse zumindest teilweise.
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