Evolution steigert Umsatz auf 526 Millionen Euro – RNG wächst

Evolution hat am 23. Oktober 2026 seine Q3-Zahlen veröffentlicht: Der Umsatz stieg um 3,7 % auf 526,1 Millionen Euro. Auffällig ist, dass RNG-Spiele mit +10,1 % deutlich schneller wuchsen als das Live-Casino – während der Nettogewinn trotzdem sank.

 

Umsatz kehrt mit 526,1 Millionen Euro auf Wachstumskurs zurück

Am 23. Oktober 2026 veröffentlichte Evolution seine Quartalszahlen für Q3 2026. In unseren Casino Nachrichten finden Sie alle wichtigen Branchenmeldungen im Überblick. Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal (507,1 Mio. Euro) um 3,7 % auf 526,1 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA erreichte 345,9 Millionen Euro bei einer Marge von 65,8 %. Der Nettogewinn sank dagegen um 3,6 % auf 243,3 Millionen Euro – ein Widerspruch, den steigende operative Kosten erklären.

RNG wächst mit 10,1 Prozent deutlich schneller als das Live-Casino

Evolutions Umsatz teilt sich in zwei Segmente: Live-Casino und RNG-Spiele (Random Number Generator). Im dritten Quartal 2026 wuchs der RNG-Bereich um 10,1 % auf 83,1 Millionen Euro und damit fast viermal so schnell wie das Live-Casino-Geschäft mit 2,6 %. Im Vorjahresquartal hatte RNG noch rund 75,5 Millionen Euro zum Konzernumsatz beigetragen.

Zu diesem Segment gehören klassische Online-Slots und andere Casinospiele, deren Ergebnisse durch Zufallszahlengeneratoren bestimmt werden. Evolution vertreibt diese unter anderem über bekannte Marken wie NetEnt, Red Tiger, Big Time Gaming und Nolimit City. Anders als beim Live-Casino werden für diese Spiele keine Moderatoren oder physischen Spieltische benötigt.

Mit einem Anteil von rund 15,8 % am Gesamtumsatz bleibt RNG zwar deutlich kleiner als das Live-Casino-Geschäft, gewinnt durch seine höhere Wachstumsrate jedoch an Bedeutung. Für Evolution ist diese Entwicklung besonders relevant, weil das Unternehmen dadurch seine Einnahmen breiter aufstellt und weniger stark vom Wachstum seines dominierenden Live-Casino-Segments abhängig ist.

Ob sich der Wachstumsvorsprung dauerhaft fortsetzt, bleibt abzuwarten. Die aktuellen Quartalszahlen zeigen jedoch, dass klassische RNG-Spiele einen zunehmend wichtigen Beitrag zur Geschäftsentwicklung leisten.

Live-Casino bleibt mit 443 Millionen Euro der größte Umsatzblock

Das Live-Casino-Segment erzielte im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 443,0 Millionen Euro – ein Plus von 2,6 % gegenüber dem Vorjahr. Damit stellt dieser Bereich weiterhin rund 84 % des gesamten Konzernumsatzes und bleibt Evolutions tragendes Geschäftsfeld.

Das Wachstum fällt moderater aus als beim RNG-Segment, was vor allem an der bereits hohen Marktdurchdringung liegt. Live-Casino ist seit Jahren das Kernprodukt des Unternehmens – entsprechend groß ist die Basis, auf der weitere Zuwächse erzielt werden müssen.

Operative Kosten drücken den Nettogewinn trotz höherem EBITDA

Das bereinigte EBITDA stieg auf 345,9 Millionen Euro bei einer Marge von 65,8 % – der Nettogewinn sank dennoch um 3,6 % auf 243,3 Millionen Euro. Die Ursache liegt in gestiegenen operativen Aufwendungen von rund 235,9 Millionen Euro, ein Plus von etwa 12,0 % gegenüber dem Vorjahr.

Zwei Einmalposten belasteten das Ergebnis zusätzlich: eine UKGC-Vergleichszahlung über 5,6 Millionen Euro sowie Galaxy-Gaming-Lizenzgebühren von 6,5 Millionen Euro. Wer Evolutions Zahlen einordnen möchte, sollte EBITDA und Nettogewinn daher stets getrennt betrachten.

Europa bleibt Kernmarkt, LatAm und Nordamerika treiben das Wachstum

Europa erzielte im dritten Quartal 336,3 Millionen Euro Umsatz, verlor jedoch 6,0 % gegenüber dem Vorjahr. Der Kontinent bleibt damit zwar der mit Abstand größte Einzelmarkt, gibt aber Dynamik ab.

Die Wachstumsimpulse kommen klar aus anderen Regionen: Lateinamerika legte um 23,1 % zu, Nordamerika um 13,6 % und Afrika um 23,7 %. CEO Martin Carlesund hob hervor, dass erstmals seit 2024 alle Regionen sequenzielles Quartalswachstum verzeichneten.

Brasilien-Studio schließt nach regulatorischer Änderung vorübergehend

Brasiliens neues Glücksspielrecht zwang Evolution, sein lokales Live-Casino-Studio vorübergehend zu schließen. Die regulatorischen Anforderungen änderten sich kurzfristig, sodass der Betrieb nicht mehr den neuen Vorgaben entsprach.

CEO Martin Carlesund kommentierte die Lage nüchtern: „The final outcome of this regulatory decision remains unclear.“ Evolution beobachtet die Entwicklung weiterhin, kann aber keine konkrete Prognose zur Wiedereröffnung oder zu finanziellen Auswirkungen auf das Gesamtjahr 2026 abgeben. Für Anleger bleibt Brasilien damit ein offenes Risiko.

Neue Spiele und die Pipeline sollen das Wachstum stützen

Im dritten Quartal 2026 startete Evolution mehrere neue Titel: Monopoly Roll’em und Disco Balls gingen im Berichtszeitraum live. Für die kommenden Monate stehen zudem Spinning Whale, Ice Fishing und Game Night in der Pipeline.

Die Content-Pipeline ist für Evolution strategisch zentral, weil neue Spiele den RNG-Bereich direkt antreiben. Dieser wuchs im Quartal bereits um 10,1 % auf 83,1 Millionen Euro – ein Tempo, das das Live-Casino-Segment klar übertrifft. Eine gut gefüllte Release-Pipeline bleibt damit ein entscheidender Wachstumshebel.

Neue Casinos Autor Nils

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Seit seiner Kindheit hat Nils gerne gelesen und selbst Texte geschrieben. Nach jahrelanger Unschlüssigkeit, was den späteren Beruf angeht, führte währ...

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