SOFTSWISS sieht iGaming-Markt bis 2031 bei 461,8 Mrd. Euro

Laut dem aktuellen iGaming Trends Report 2027 von SOFTSWISS soll der globale Bruttospielertrag bis 2031 auf 461,8 Milliarden Euro steigen – nach 307,3 Milliarden Euro im Jahr 2026. In unseren Casino Nachrichten ordnen wir ein, was hinter den Zahlen steckt.

 

Umsatzprognose von Softswiss für den iGaming-Markt bis 2031.

Weltmarkt wächst bis 2031 weiter, aber langsamer

Laut dem iGaming Trends Report 2027 von SOFTSWISS und WorldGaming steigt der globale Bruttospielertrag (GGR) von rund 307,3 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf 461,8 Milliarden Euro bis 2031. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von rund 9 Prozent für den Zeitraum 2027 bis 2031.

Zum Vergleich: Zwischen 2019 und 2026 wuchs der Markt noch mit knapp 30 Prozent pro Jahr. Die Verlangsamung ist damit erheblich, aber kein Alarmsignal. Ein einstelliges Wachstum bei einem Markt dieser Größenordnung bedeutet in absoluten Zahlen nach wie vor massive Zuwächse.

Die Prognose stützt sich auf Daten von H2 Gambling Capital sowie Einschätzungen von über 500 iGaming-Experten. Für Branchenanalysten liefert der Report damit eine belastbare Grundlage, auch wenn die genauen Modellannahmen hinter der 461,8-Milliarden-Projektion in den verfügbaren Quellen nicht vollständig offengelegt werden.

Nordamerika treibt das Wachstum, Europa bleibt der größte regulierte Markt

Nordamerika verzeichnet laut SOFTSWISS-Report die höchste Wachstumsdynamik aller Regionen: Mit einem prognostizierten CAGR von 15 Prozent bis 2031 übertrifft die Region den globalen Durchschnitt von rund 9 Prozent deutlich. Treiber sind die schrittweise Legalisierung von Online-Glücksspiel in weiteren US-Bundesstaaten sowie der boomende kanadische Markt, etwa durch Albertas neuen regulierten iGaming-Markt.

Europa hingegen bleibt der volumenstärkste regulierte Markt weltweit. Allerdings wächst der Kontinent langsamer, weil ein zunehmender regulatorischer Druck die Expansion bremst. Strengere Steuerregeln, verschärfte Lizenzanforderungen und restriktivere Werbevorgaben in Ländern wie Deutschland, den Niederlanden und Schweden erhöhen die Compliance-Kosten für Betreiber spürbar.

Das Muster ist damit klar: Nordamerika gewinnt Marktanteile durch Marktöffnung, Europa verteidigt seine Position trotz regulatorischer Verdichtung. Für Betreiber und Investoren bedeutet das eine strategische Abwägung zwischen Wachstumspotenzial und regulatorischer Komplexität.

Was hinter den Zahlen steckt: Datenbasis und Einordnung des Reports

Der iGaming Trends Report 2027 erscheint bereits in seiner fünften Ausgabe – ein Umstand, der für die methodische Reife des Formats spricht. SOFTSWISS hat ihn gemeinsam mit WorldGaming erstellt und stützt die Prognosen auf Daten von H2 Gambling Capital, einem der renommiertesten Marktforschungsunternehmen der Branche.

Ergänzt wird die Datenbasis durch Einschätzungen von über 500 iGaming-Experten sowie mehr als 65 Fachleuten aus Unternehmen wie AWS, Pentasia, BGaming und FinteqHub. Diese Breite erhöht die Belastbarkeit der Aussagen deutlich.

Dennoch sollten Sie die Zahlen mit einem kritischen Blick lesen: Keine der verfügbaren Quellen legt offen, welche konkreten ökonomischen Modellannahmen der 461,8-Milliarden-Prognose zugrunde liegen. Wer die Ergebnisse in strategische Entscheidungen einfließen lässt, sollte diese Lücke im Hinterkopf behalten.

Mobile, KI und digitale Zahlungen verändern das Geschäftsmodell

Mobile Plattformen sind laut SOFTSWISS-Report der stärkste Einzeltreiber des iGaming-Wachstums: Der Anteil mobiler Geräte am regulierten Bruttospielertrag soll von 45 Prozent im Jahr 2026 auf 78 Prozent bis 2028 steigen. Das verändert, wie Betreiber ihre Produkte entwickeln und monetarisieren.

KI nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Anbieter setzen sie für personalisierte Spielerlebnisse, automatisierte Kundenbetreuung und Echtzeit-Risikoanalysen ein. Der Report bewertet die digitale Reife des iGaming-Sektors mit 4,67 von 5 Punkten im Digital Maturity Index.

Digitale Zahlungsstrukturen sind der dritte Treiber. Kryptowährungen, E-Wallets und Open-Banking-Lösungen ersetzen zunehmend klassische Banktransfers. Für Spieler bedeutet das schnellere Auszahlungen und mehr Flexibilität bei den Zahlungsmethoden fürs Online Casino.

Cybersicherheit, Betrugsprävention und Echtzeit-Compliance gewinnen an Gewicht

Im ersten Quartal 2026 entfielen 44,2 Prozent aller registrierten DDoS-Angriffe im Fintech-Sektor auf Branchen, zu denen auch der Wettbereich zählte. Der SOFTSWISS-Report macht deutlich: Mit dem Marktwachstum steigen auch die Sicherheitsrisiken proportional.

Identitätsdiebstahl, Social Engineering und gezielte DDoS-Attacken zählen laut Report zu den drängendsten Bedrohungen. Betreiber, die diese Risiken isoliert betrachten, handeln fahrlässig. Der Bericht fordert deshalb eine engere Verzahnung von Cybersicherheit, Zahlungsabwicklung, AML-Prozessen und Identitätsprüfung zu einem integrierten Sicherheitsrahmen.

Besonders relevant ist die Forderung nach Echtzeit-Compliance statt periodischer Berichterstattung. Regulierer erwarten zunehmend kontinuierlichen Datenaustausch, nicht nur quartalsweise Meldungen. Wer als Betreiber hier nicht investiert, riskiert Lizenzentzug und Reputationsschäden. Für Technologieanbieter bedeutet das: Sicherheit ist kein Add-on mehr, sondern ein zentrales Produktmerkmal.

Regulierung und illegale Anbieter: Was der Report für die Branche signalisiert

Der SOFTSWISS-Report sendet ein klares Signal: Wachstum allein reicht nicht. Regulierer, Betreiber und Investoren stehen vor der Aufgabe, Marktexpansion und Compliance gleichzeitig zu managen.

Für Betreiber bedeutet das konkret: Wer in regulierten Märkten wie Europa oder den zunehmend lizenzierten nordamerikanischen Bundesstaaten aktiv ist, muss Echtzeit-Compliance als festen Bestandteil seiner Infrastruktur betrachten. Auch, weil viele Lizenzgeber ihre Regularien aktualisieren, um den heutigen Sicherheitsanforerungen gerecht zu werden. So war es beispielsweise kürzlich bei den Lizenzgebern aus Curacao der Fall, die nun neue Richtlinien für die Krypto-Zahlungsabwicklung in Online Casinos beschlossen haben.

Periodische Berichte reichen nicht mehr aus. Der Report beschreibt ausdrücklich den Übergang zu kontinuierlichem Datenaustausch zwischen Betreibern und Aufsichtsbehörden.

Für Technologieanbieter und Investoren liefert die Studie eine klare Prioritätenliste: AML-Systeme, Identitätsprüfung und Betrugsprävention sind keine Zusatzkosten, sondern Marktzugangsvoraussetzungen. International lizenzierte Anbieter, die diese Anforderungen nicht erfüllen, verlieren mittelfristig den Zugang zu den profitabelsten Märkten.

Der Report zeigt damit, dass iGaming längst kein Nischenthema mehr ist, sondern als Frühindikator für regulatorische Entwicklungen in der gesamten digitalen Wirtschaft gilt.

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Seit seiner Kindheit hat Nils gerne gelesen und selbst Texte geschrieben. Nach jahrelanger Unschlüssigkeit, was den späteren Beruf angeht, führte währ...

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