Neue Glücksspielregelung in Österreich

Die neue Glücksspielregelung in Österreich nimmt konkrete Formen an. Das Finanzministerium hat den Gesetzentwurf bei der EU-Kommission notifiziert. Die Reform löst das Online-Monopol ab und öffnet den Markt für mehrere lizenzierte Anbieter. Zugleich soll der Spielerschutz gestärkt werden.

 

Am 4. August 2026 übermittelte das Finanzministerium den Entwurf an die EU-Kommission. Die Notifizierung erfolgte über das TRIS-System der Europäischen Union. Sie löst eine Stillhaltefrist bis 5. November 2026 aus. Erst danach kann das Gesetz beschlossen werden.

Kern der Reform ist die Ablösung des Online-Monopols. An seine Stelle tritt ein System mit mehreren Konzessionen. Zugleich soll der Spielerschutz deutlich ausgebaut werden.

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EU-Notifizierung am 4. August 2026

Die Übermittlung an die EU-Kommission erfolgte am 4. August 2026. Grundlage ist das TRIS-System für die Anmeldung nationaler Gesetzentwürfe. Das berichten European Gaming und SBC News.

Bei einer EU-Notifizierung melden Mitgliedstaaten geplante nationale Regeln für Online-Dienste der EU-Kommission. Der Entwurf ruht dann für eine festgelegte Frist zur Prüfung. TRIS steht für das „Technical Regulation Information System“ der EU. Es ist der offizielle Kanal für solche Meldungen an die EU-Kommission.

Die Stillhaltefrist läuft derzeit bis 5. November 2026. Erst nach Ablauf dieser Frist kann das Gesetz beschlossen werden. Der parlamentarische Prozess kann laut European Gaming und Sigma parallel weiterlaufen.

Vom Monopol zum offenen Lizenzsystem

Die Reform bringt ein offenes System mit mehreren Online-Konzessionen. Es löst die bisherige Einzelkonzession ab. Aktuell besitzt nur die Plattform win2day eine Online-Konzession.

ÖVP, SPÖ und NEOS nennen sie die größte Reform seit 26 Jahren. Der Entwurf ging am 29. Juni 2026 in Begutachtung. Das berichten games & business und GlücksWirtschaft.

Andreas Ottenschläger, Finanzsprecher der ÖVP, sieht darin einen Schritt zu mehr Wettbewerb. Die Neuregelung schaffe zudem Rechtssicherheit und faire Marktbedingungen, so Ottenschläger gegenüber VOL.AT.

Jan Krainer, Finanzsprecher der SPÖ, nennt die Reform laut VOL.AT „überfällig“. Der Online-Market sei zuletzt „immer grauer und schwärzer geworden“, so Krainer.

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Hintergrund: Warum die neue Glücksspielregelung in Österreich kommt

Das bisherige Monopol war Gegenstand wiederholter Verfahren vor dem EuGH. Die EU-Kommission drängte auf eine Überarbeitung. Sie kritisierte das exklusive Lizenzsystem laut SBC News als unvereinbar mit der Dienstleistungsfreiheit.

Bislang waren kaum inländische Lizenzen verfügbar. Rund 70 Prozent des 2,3 Milliarden Euro schweren Marktes entfallen laut news.at auf nicht regulierte Angebote.

Viele Nutzer spielten daher bei Anbietern im Ausland. Verbreitet waren Lizenzen aus Malta oder Curaçao. Wie das funktioniert, erklären wir im Ratgeber online casino ausland.

Die längere Vorgeschichte beschreibt unser Beitrag zur Liberalisierung des österreichischen Glücksspielmarkts.

Der neue Spielerschutz im Detail

Der Entwurf sieht ein zentrales, betreiberübergreifendes Sperrregister vor. Es gilt für Online-Glücksspiel, Casinos und Spielautomaten. Sperren lassen sich laut CasinoBeats DE nicht durch einen Anbieterwechsel umgehen.

Zudem ist ein betreiberunabhängiges, zentrales Einzahlungslimit geplant. Für Personen zwischen 18 und 26 Jahren gelten strengere Limits. Das berichten CasinoBeats DE und European Gaming.

Spielautomaten sollen langsamer laufen. Nach 90 Minuten ist laut CasinoBeats DE eine Pflichtpause vorgesehen. Zur Durchsetzung sind laut Sigma Netzsperren, eine öffentliche Blacklist und Zahlungssperren geplant.

Der Zeitplan

Der Zeitplan der Reform umfasst mehrere feste Fristen. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Termine zusammen.

 

 

Nicht lizenzierte Anbieter müssen den Markt bis 1. Januar 2027 verlassen. Wer nach dem 30. Dezember 2026 aktiv bleibt, riskiert laut Sigma einen Ausschluss von 18 Monaten. Offene Abgaben und Spielerbeschwerden sind zudem zu begleichen.

Für stationäre Spielbanken sind laut worldcasinodirectory 13 Konzessionen vorgesehen. Die Erstlaufzeit der Online-Lizenzen soll fünf Jahre betragen. Eine Verlängerung um zehn Jahre ist laut austriawin24.at möglich.

Der Markt dürfte laut Brightside of News erst rund um Oktober 2027 öffnen. Grund ist auch die bis 30. September 2027 laufende Konzession von Casinos Austria.

Was Anbieter ohne lokale Lizenz kennzeichnet, lesen Sie bei neue online casinos ohne lizenz 2026.

Was bedeutet das für Spieler?

Für Spieler könnte die Reform mehr legale Auswahl bringen. Künftig könnten mehrere lizenzierte Anbieter Online-Casino anbieten statt nur win2day. Sperrregister und Einzahlungslimit sollen den Schutz stärken.

In der Übergangsphase bis Herbst 2027 gilt weiter der bisherige Rahmen. Sie sollten prüfen, ob Ihre bevorzugte Plattform eine österreichische Lizenz anstrebt. Behalten Sie zudem Ihr Guthaben im Blick.

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Seit seiner Kindheit hat Nils gerne gelesen und selbst Texte geschrieben. Nach jahrelanger Unschlüssigkeit, was den späteren Beruf angeht, führte währ...

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