Holland verhängt Strafen in Rekordhöhe für iGaming Firmen

Die holländische Glücksspielbehörde KSA macht Ernst und bestraft alle Verstöße gegen seine geforderten Auflagen mit voller Härte. Im vergangenen Jahr verhängt die KSA bereits mehr als 1,7 Millionen Euro in Strafzahlungen an Firmen aus der Online Casino Branche, die nicht mit dem nötigen Ernst betrieben werden. Insgesamt wurden 23 Sanktionen verhängt. Diese beinhalten sieben Verwaltungsstrafen, zwölf reguläre Strafen und vier Anklagen wegen administrativen Zwangs.

Holland KSA Strafen verhängt

Wie werden die Strafen vergeben und bestimmt?

Verwaltungsstrafen können in den Niederlanden ohne Zustimmung der Staatsanwaltschaft oder eines Richters verhängt werden. Dies ist der Fall, wenn der Straftäter während eines festgelegten Zeitraums nach einer Verwarnung die rechtswidrigen Aktionen nicht einstellt und die Regulierung fortlaufend verletzt. Der Verwaltungszwang ist eine Maßnahme, die darin besteht, dass die KSA bestimmte Auflagen an die betroffene Firma stellt und diese zur Handlung auffordert. Damit soll erreicht werden sie wieder an die Glücksspielbestimmungen der Gerichtsbarkeit anzunähern und auf die richtige Spur für die Zukunft zu bringen.

23 Sanktionen in einer Rekordhöhe von mehr als 1,7 Millionen Euro!

Ohne Zweifel ist die KSA in ihren Steuererhebungsverfahren und Bestrafungen sehr progressiv geworden. Jedoch sind die Strafen für die Betreiber in den Niederlanden im Vergleich zu Märkten wie dem Vereinigten Königreich noch relativ human gehalten. Die britische Glücksspielkommission (UK Gambling Commission, UKGC) verhängte im Jahr 2018 Strafen im Wert von fast 30 Millionen Pfund. Darunter befanden sich unter anderem die folgenden Online Casinos, die Strafen zwischen Einer und Acht Millionen Pfund belegt wurden:

  • Schrittes Gaming
  • 32Red
  • Casumo
  • Videoslots
  • William Hill und andere

Doch auch die Strafzahlungen der KSA sind zwischenzeitlich in einen schmerzlichen Bereich übergegangen. Davon waren mehrere Online Casinos mit internationalen Lizenzen, die von außerhalb Hollands stammen, betroffen. Die bekanntesten Namen, denen eine Strafzahlung auferlegt wurde sind:

  • Mr. Green
  • William Hill
  • Bet-at-Home
  • Betsson
  • CyberRock/Honeydew

Betsson kämpft gegen das Urteil der KSA

Eines der Casinos, auf welches eine Strafzahlung verhängt wurde, ist Betsson. Allerdings ist die Betsson Gruppe mit diesem Urteil nicht einverstanden und geht aktuell rechtliche Schritte, um das Urteil vor Gericht anzufechten. Die Aussicht auf Erfolg sollte dabei allerdings eher gering sein. Die niederländischen Gerichte hegen eher geringe Wertschätzung gegenüber den Online Casinos, was nicht zwangsläufig positiv auf das Urteil auswirken wird. Doch nicht nur Betsson setzt sich zur Wehr. Laut neuesten Meldungen soll sich nun auch der britischen Sportwetten und Casino Anbieter William Hill gegen eine Strafe von 300.000 Euro zur Wehr setzten.

Casinos liegen außerhalb des Zuständigkeitsbereiches der KSA

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt noch keine offiziellen Angaben, wie viel der Strafzahlungen bereits durch die KSA eingesammelt werden konnten. Dabei gilt es zu beachten, dass sich alle Anbieter im Ausland und außerhalb des Zuständigkeitsbereiches der KSA befinden. Diese Tatsache dürfte es erschweren die Strafzahlungen einzutreiben. Es ist also davon auszugehen, dass bislang keiner der Anbieter die geforderte Summe bezahlt hat, da die KSA in diesem Fall keine Handhabe hat.